Advertise here

Tongariro Nothern Circuit

Der Tongariro Nothern Circuit ist einer der "Great Walks" in Neuseeland. Es ist meiner Meinung nach die schönste Wanderung auf der Nordinsel Neuseelands und die Wege entführen einen in die Landschaft aus den Herr der Ringe Filmen. Es empfiehlt sich ein bisschen im Voraus zu planen: die Hütten sind vor allem während der Saison (etwa September bis März) früh ausgebucht und solange man nicht im Zelt schlafen möchte (und so zusätzliches Gepäck hat), sollte man früh genug buchen! Auch wird im Winter dringend davon abgeraten, die Wanderung zu machen und zum Teil sind die Wege sogar gesperrt. Viele besteigen auch nur den Vulkan - den weltberühmten Schicksalsberg aus Herr der Ringe - anstatt die mehrtägige Wanderung zu machen. Hierbei handelt es sich um das Tongariro Crossing, eine der schönsten Tageswanderungen in Neuseeland. Wer die Zeit hat, sollte aber auf jeden Fall den Circuit wandern: der Vulkan und die Seen sind zwar ein Highlight, aber auch die restliche Wanderung ist atemberaubend!

Tongariro Nothern Circuit

Gestartet wird im Whakapapa Village, in dem man sich dann auch nochmal wegen der aktuellen Wetterbedingungen, etc. informieren kann. Man sollte am Abend vor der Wanderung ankommen, eine Nacht auf dem Zeltplatz verbringen und dann am nächsten Morgen früh losziehen. Die Nächte werden kalt, deshalb bringt euch warme Sachen mit! Was den Proviant für die Drei-Tages-Wanderung angeht, muss jeder selbst entscheiden wie viel und was man essen möchte: ich hatte Müsliriegel, Kekse, Cracker und Obst dabei. Wenn man kochen möchte, kann man natürlich noch einen Campingkocher und anderes Essen mitnehmen, aber wir hatten uns dafür entschieden, möglichst wenig Gepäck zu tragen. Außerdem muss man an einen Schlafsack denken und natürlich an Wechselsachen, Sonnencreme und eine warme, am besten regendichte, Jacke. Was man nicht braucht oder nicht mitnehmen möchte, kann man kostenlos auf dem Campingplatz lassen und dort seine Wertsachen sogar einschließen.

Tongariro Nothern Circuit

Die erste Etappe sollte früh losgehen: quasi mit dem Sonnenaufgang. Es geht langsam los, durch Wiesen und über Steppenland mit Blick auf die drei Vulkane des Nationalparks. Anschließend läuft man durch einen Wald entlang eines Flusses. Man kann einen kleinen lohnenswerten Abstecher zu den Wahara Falls, einem wunderschönen Wasserfall, machen. Außerdem kann man zum Lower und Upper Lake laufen: dieser Abstecher ist dann deutlich steiler, die Anstrengung lohnt sich aber. Bei den Seen handelt es sich um Spiegelseen und die Aussicht eignet sich hervorragend für eine Pause und einen Mittagssnack. Man kann anschließend sogar baden gehen: der Weg zu den Seen hinunter ist aber wirklich hart! Der Weg führt einen während der nächsten Stunden dann weiter durch die Steppe, mal rauf, mal runter und die Landschaft entführt einen wirklich in die Herr der Ringe Welt. Ich kam mir die ganze Zeit vor wie ein kleiner Hobbit, der durch Mittelerde wandert. Je nach Lauftempo erreicht man die erste Hütte dann gegen späten Nachmittag, die wirklich gemütlich ist. Man kann von dort aus noch eine historische Städte und eine hübsche kleine Quelle besichtigen: beide Abstecher lohnen sich! Auf der Hütte lernt man schnell andere Wanderer kennen und es macht Spaß noch ein bisschen zusammenzusitzen und sich den Sonnenuntergang mit Blick auf den Vulkan anzuschauen. Ich bin früh ins Bett gefallen, wie die meisten anderen auch!

Tongariro Nothern Circuit

Tongariro Nothern Circuit

Tongariro Nothern Circuit

Die zweite Etappe ist der härteste Abschnitt der Wanderung und auch die längste. Hier kann man sich entscheiden ob man noch auf den Vulkan, also den Schicksalsberg, klettern möchte oder nicht - ich würde es auf keinen Fall verpassen, aber jeder muss seine verbleibenden Kräfte selber einschätzen! Und man sollte den Aufstieg nicht unterschätzen! Die Wanderung am zweiten Tag bietet wundervolle Aussichten und eine magische Welt! Nach etwas Auf und Ab durch einen Wald geht es steil nach oben - wir waren sogar zum Teil in den Wolken! Die Felsenlandschaften sind einfach nur der Wahnsinn! Weiter geht es durch eine Art Steinwüste mit erkalteten Magmaflächen dazwischen. Es ist gigantisch! Anschließend kommt der wirklich harte Anstieg: das erste Stück führt zu zwei tollen Seen, von denen einer giftgrün ist. Auch der Schwefelgeruch fehlt nicht, weil es sich ja um eine aktive Vulkanlandschaft handelt. Nach den Seen wird es wirklich anstrengend, weil der Weg nur noch aus Schutt und Geröll besteht und wahnsinnig steil ist. Es hat seinen Grund warum die Wege im Winter gesperrt sind! Dieser Abschnitt ist oft auch sehr voll, weil er die Tageswanderung umfasst und viele Toursiten unterwegs sind. Dieser Teil ist der schwierigste; zwar ist auch der Abstieg kein Zuckerschlecken, aber mithilfe eines Seiles machbar. Man sollte sich trotz Wind und Kälte oben aber die Zeit nehmen um die Aussicht zu genießen!

Tongariro Nothern Circuit

Tongariro Nothern Circuit

Ist der Abstieg geschafft, ist auch der Schicksalsberg schon da! Die Rucksäcke kann man unten am Fuß des Vulkans lassen - und ehrlich gesagt sollte man das auch, weil mit Rucksack keine Chance besteht hinaufzukommen, dazu ist der Weg zu steil. Man sollte genug Reserven übrig haben, denn der Aufstieg erinnert doch sehr an Herr der Ringe: es gibt keinen richtigen Weg und man muss klettern. Dabei rollen immer wieder Steine, es ist rutschig und man muss wirklich aufpassen und sich konzentrieren um nicht hinzufallen. Als kleiner Tipp: klettert auf den Felsen nach oben, man ist deutlich schneller und hat viel mehr Halt. Und aus eigener Erfahrung: klettert nicht alleine, sondern mit einem anderen Wanderer! Es ist gefährlich auf den Vulkan hoch zu kraxeln und es hat seine Gründe warum vor einem Aufstieg gewarnt wird. Aber es ist wirklich cool, auch weil man halt auf einem aktiven Vulkan herumklettert. Hauptsächlich lohnt sich die Mühe aber wohl nur für Herr der Ringe Fans und den eigenen Stolz es geschafft zu haben! Der Krater ist immer von Wolken verhangen und man sieht nicht viel. Aber man hat es gemeistert! Der Abstieg ist mehr ein herunterrutschen und bloß nicht fallen, aber geht durch das Sliden recht schenll, wenn man den Dreh erst einmal raus hat. Der Weg zur nächsten Hütte dauert nicht mehr lange und ist flach: die Hütte ist relativ klein aber wieder sehr gemütlich und es gibt eine schöne Terasse.

Tongariro Nothern Circuit

Der letzte Tag kann gemütlich gestartet werden, es gilt nicht mehr viel Strecke zurückzulegen. Der Weg führt durch Felder und Wiesen, die einen hoch überragen. Der Weg ist einfach nur schön und man ist recht schnell wieder auf dem Campingplatz. Also: Zeit lassen! Als Fazit kann ich nur sgaen, dass sich die Wanderung mehr als lohnt. Sie ist atemberaubend, anspruchsvoll, aufregend und man sieht so viele verschiedene Landschaften. Aber lauft nicht alleine, habt ein aufgeladenes Handy dabei und bleibt auf den Wegen!

Tongariro Nothern Circuit

Tongariro Nothern Circuit


Fotogalerie


Kommentare (0 Kommentare)


Hättest du gerne deinen eigenen Erasmus Blog?

Wenn du gerade Erfahrungen mit dem Leben im Ausland machst, ein begeisterter Reisender bist oder einfach etwas über die Stadt, in der du lebst erzählen willst, dann gestalte deinen eigenen Blog und teile deine Abenteuer mit uns!

Hättest du gerne deinen eigenen Erasmus Blog?

Mehr Veröffentlichungen in dieser Kategorie


Hast du noch keinen Account? Registrieren.

Bitte warte einen Moment

Lauf Hamster! Lauf!